Der Dom zum Heiligen Ägydius wurde ab 1438 unter Kaiser Friedrich III. als Hofkirche errichtet und ist eines der bedeutendsten spätgotischen Bauwerke der Steiermark. Gemeinsam mit Burg, Mausoleum und ehemaliger Jesuitenuniversität bildet er die sogenannte Grazer Stadtkrone. An der Südfassade hat sich das berühmte Gottesplagenbild von 1485 erhalten – es zeigt die drei Plagen Heuschrecken, Pest und Türkenkriege, die Graz im Jahr 1480 gleichzeitig heimsuchten. Im Inneren beeindrucken die barocke Ausstattung, der Hochaltar von Georg Kraxner sowie zwei kostbare Reliquienschreine aus dem 15. Jahrhundert, die einst als Brauttruhen der Paola Gonzaga dienten. Seit 1786 ist die Kirche Kathedrale der Diözese Graz-Seckau. Der Dom liegt am Rand der Fußgängerzone; Radabstellplätze finden sich am nahen Freiheitsplatz.
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Grazer Dom
Die spätgotische Domkirche zum Heiligen Ägydius war Hofkirche Kaiser Friedrichs III. und birgt kostbare Kunstschätze.
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