Der achteckige Glockenturm wurde 1588 unter Erzherzog Karl II. errichtet und ist neben dem Uhrturm das zweite erhaltene Bauwerk der einstigen Schlossbergfestung. In ihm hängt die „Liesl“, eine 1587 gegossene Glocke mit einem Gewicht von rund 4,6 Tonnen – die drittgrößte Glocke der Steiermark. Der Legende nach wurde sie aus 101 türkischen Kanonenkugeln gegossen, weshalb sie bis heute dreimal täglich mit genau 101 Schlägen läutet: um 7, 12 und 19 Uhr. Wie der Uhrturm wurde auch der Glockenturm 1809 von den Grazer Bürgerinnen und Bürgern vor der Sprengung durch die napoleonischen Truppen freigekauft. Im Sockel des Turms befand sich früher ein Gefängnis, das „Bassgeigenstöckl“. Der Turm steht am höchsten Punkt des Schlossbergs nahe der Bergstation der Schlossbergbahn.
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Glockenturm „Liesl“
Der achteckige Glockenturm am Schlossberg beherbergt die „Liesl“, mit über vier Tonnen die drittgrößte Glocke der Steiermark.
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