Das Gemalte Haus in der Herrengasse 3, auch Herzogshof genannt, war einst landesfürstlicher Besitz und Absteige der Herzöge, wenn sie in Graz weilten. Seine Fassade wurde 1742 von Johann Mayer über und über mit Fresken bemalt: Auf mehr als 220 Quadratmetern tummeln sich griechisch-römische Götter und allegorische Szenen – eine barocke Bilderwelt mitten in der Einkaufsstraße. Bereits im 16. Jahrhundert war das Haus bemalt gewesen, die heutige Gestaltung ersetzte die älteren Malereien. Der Überlieferung nach residierte hier bereits im Mittelalter der Stadtherr; das Gebäude zählt zu den ältesten dokumentierten Häusern der Stadt. Wer durch die Herrengasse schlendert, sollte den Blick heben – das Gemalte Haus liegt nur wenige Schritte vom Hauptplatz entfernt und wird leicht übersehen, obwohl es zu den originellsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt gehört.
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Gemaltes Haus
Das Herzogshof-Gebäude in der Herrengasse ist über und über mit Fresken griechisch-römischer Götter bemalt.
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